Sozialpraktikum Klasse 10

Für drei Wochen verbrachten alle Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 vom 26.06. bis 13.07.2017 ein Prak­ti­kum in einer Förder­einrichtung für ältere Men­schen, Menschen mit körperlichen und/oder geistigen Ein­schränkungen oder in anderen sozialen Ein­richtungen, die sich für andere Menschen einsetzen.
Am Freitag, den 14.07.2017 tauschten sich alle klassen­weise über ihre gewonnenen Erfah­rungen aus und berichteten von ihrer Zeit in Alten- und Pflegeheimen, Behinderten­werkstätten, Kranken­häusern, Kinder­gärten und anderen Institutionen der Stadt Hamburg.

Durch den Kontakt mit Bereichen, die zumeist außerhalb der Lebens- und Erfahrungswelt von den Jugendlichen lagen, haben sie eigene Stärken und Grenzen erfahren und somit ihre Selbst- und Sozial­kompetenz gesteigert. Diese Zeit bot den Schülerinnen und Schülern die Chance ihren Horizont zu erweitern, das soziale Umfeld unserer Stadt kennen­zu­lernen und sich im sozialen Bereich zu engagieren. (Lp)

Hier ein kurzer Bericht über das Rauhe Haus:

Sozialpraktikum im Rauhen Haus

Für unser Sozialpraktikum der zehnten Klasse waren meine Freundin (Lea Tonn 10b) und ich (Michelle Gordon 10c) beim Rauhen Haus in der Sozial­psychatrie, in der psychisch kranke Menschen betreut werden, die z.B. an: Schizo­phrenie, Borderline, Psychosen oder Depressionen erkrankt sind.

Das Rauhe Haus ist eine Einrichtung, welche Menschen allen Alters in den verschiedenen Lebens­lagen unterstützt und begleitet. Die Institution hat über hundert Stand­orte in Hamburg und Schleswig-Holstein und betreut mehr als 3.000 Menschen. Mein Standort war in Hummels­büttel, während der von Lea in Barmbek war.

Wir waren beide in stationären Einrichtungen, also gab es bei uns größten­teils schon chronisch erkrankte Menschen. Unsere Aufgabe bestand darin, uns mit den Klienten zu beschäftigen, sozusagen mit ihnen Spiele zu spielen oder zu kochen. Einigen Klienten merkte man gar nicht an, dass sie krank sind, doch bei einzelnen Personen bemerkte man dies sehr deutlich. Zum Beispiel hat eine etwas ältere Klientin Lea von ihren Kindern und Enkel­kindern vorgeschwärmt und ihr Bilder von diesen gezeigt. Später stellte sich heraus, dass diese Klientin gar keine Kinder hatte, weil ihr damaliges Kind im jungen Alter verstorben sei. Beim Rauhen Haus bekommen Menschen mit solchen Erlebnissen Unter­stützung und werden somit wieder in ihren normalen Alltag geführt.

In den zwei Wochen haben wir sehr viele Erfahrungen gesammelt und wir können euch das Rauhe Haus für euer Sozial­praktikum nur empfehlen.