Umwelt, Klima & Co

Umweltschule

Umweltschule in Europa
Internationale Agenda-21 Schule
Klimaschule

uwsineMit diesen Qualitätsauszeichnungen ist das Heilwig Gymnasium seit September 2008 ausgezeichnet. Seit 2012 sind wir Klimaschule.
Umwelt ist ganz alltäglich und fängt schon im Klassenraum an. Deshalb gibt es in jeder Klasse Umweltschüler, die Greenies. Seit Jahren trennen wir den Müll konsequent und wir wollen auf den sinnvollen Umgang mit Wasser und Wärme- und Lichtenergie achten. Intelligent und umweltschonend zu lüften — also in der Klasse nicht immerzu ein Fenster offen stehen zu haben, sondern in den Pausen mit einer „Stoßlüftung“ für gute Luft zu sorgen, das ist nur eins von vielen Alltagsbeispielen. Und es ist konkreter Klimaschutz, denn wir haben uns ein hohes Ziel gesteckt: Beginnend mit dem Basisjahr 2007 wollen wir eine Reduktion der CO2-Emissionen von zwei Prozent pro Jahr erreichen. Langfristig soll das HWG bis 2050 CO2-neutral sein.

Im naturwissenschaftlichen Unterricht der Klassen 5 und 6 erforschen die Schüler/innen z.B. im Unterricht zum Thema „Wasser“, wie groß ihr Verbrauch zu Hause ist und wie sie im täglichen Leben Wasser sparen können. Sie lernen, wie man Wasser reinigt, so dass es wieder trinkbar wird und wie andere Länder, in denen das Wasser knapp ist, mit dem Wasser haushalten müssen.

spatzenKonkrete Projekte gehören dazu: In einem haben die Schüler/innen der 6. Klassen die Situation der Spatzen in Hamburg untersucht: Warum hat ihre Zahl in den letzten Jahren so drastisch abgenommen? Schüler/innen haben Nistkästen gebaut — sie hängen überall im Schulgelände — mit denen wir dazu beitragen, dass rund um das HWG in Zukunft wieder Spatzen ein zu Hause finden. Mit diesem Projekt haben wir uns als Umweltschule beworben. Der Bau einer Photo­voltaik-Anlage auf dem Dach unserer Schule war der nächste Schritt. Finan­ziert haben wir diese Anlage u.a. mit Hilfe eines Sponsored Walk. In der Pausenhalle kann jeder täglich ablesen, wie viel Energie die Sonne gibt und wie viel Strom ins Netz eingespeist wird. Seit Sommer 2012 gibt es außerdem eine Wetterstation, die Daten über Regen, Wind und Temperatur liefert. Wir haben begonnen, seltene Obstbäume zu pflanzen und eine Kräuter-Wiese anzulegen — als Bienenweide, zur Vergrößerung der biologischen Vielfalt auf dem Schulgelände. Pflanzenbestimmung wird auf diese Weise leicht. Die jüngeren Schüler haben gelernt, wie man Kräuter pflanzt; die älteren haben gegraben, den Boden gelockert usw.

Im Rahmen der Umweltschule nehmen Schüler/innen an Wettbewerben teil. 2008 hat das HWG einen Wettbewerb gewonnen, der sich mit dem Einsatz von Brennstoffzellen zur Energieerzeugung beschäftigte. Ein Jahr später haben wir einen Preis gewonnen für die Entwicklung eines schnellen Bootes, das mit einer Brennstoffzelle betrieben wird. Brennstoffzellen erzeugen Wasserstoff, der als Treibstoff z.B. auch für Busse des HVV und für Schiffe der Alsterflotte genutzt wird.

Wenn wir mit unseren Maßnahmen erfolgreich sind, wollen wir unseren Blick für andere Länder öffnen, denen es wirtschaftlich nicht so gut geht wie uns und sehen, wie wir z.B. mit Schulen weltweit zusammen arbeiten können. Wir möchten künftig auch Produkte, die fair gehandelt wurden — wie Kaffee oder Schokolade — in unserer Schule anbieten.