Frankreichaustausch

Die Schulpartnerschaft zwischen dem Heilwig Gymnasium und dem Collège des Sables Blancs in Concarneau in der Südbretagne besteht bereits seit 2007. Im Jahr 2011 wurde der Austausch, dank des Engagements der Kolleginnen vor Ort, auf das Collège Le Porzou ausgeweitet. Der Austausch findet alle zwei Jahre für 8. und 9. Klässler statt, die in einer Projektfahrt für 10 Tage nach Frank­reich in Gast­familien reisen. Meistens kommt eine Gruppe von ca. 50 Schülerinnen und Schüler zustande. Sie haben in der Klassen­stufe 6 Französisch als zweite Fremdsprache aufgenommen und besitzen somit notwendige, über die Grund­kenntnisse hinausgehende, Kommunikations­fähigkeiten in der Fremdsprache.

Ziel des Austausches ist es, den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, im Kontakt zu ihren Austausch­partnern ihre Sprach­kennt­nisse zu erproben und ihre kommunikativen Fähig­keiten zu erweitern. Außerdem gewinnen sie durch den Auf­ent­halt in ihrer jeweiligen Gastfamilie und die Teilnahme am Schulleben einen Einblick in die französischen Lebens­verhältnisse. Ausflüge zu landestypischen Sehens­würdigkeiten, wie einer Austern­zucht am Belon oder die Bisquiterie Traou Mad geben ihren Vor­stellungen von Land und Leuten hierbei einen realen Bezugs­punkt. Auch typisch bretonische Kultur und Kulinarik wird beim Erlernen von bretonischen Tänzen und dem Backen von Crêpes erfahren. Auf einem Elternabend wird das Programm vorgestellt und über Chancen und mögliche Probleme während des Austausches in der Familie oder auch in der Schule gesprochen. Bereits seit Klasse 6 bestehen kleinere Aus­tausch­projekte, wie der klassische Brief­austausch oder Video-und Foto­romanprojekte, die die Klassen einander vertraut gemacht haben.

Zur speziellen Vorbereitung des Aufenthaltes in Frankreich bekommen die Schülerinnen und Schüler im Französischunterricht und in Trainings­einheiten Hilfestellungen zur sprachlichen Verständigung mit ihrem Austauschpartner und in anderen Alltags­situationen im Gastland. Sie werden über französische Lebensweise und Kultur informiert und vor allem auf die besondere Lebens­situation ihrer Austausch­partner, die sich von der Lebens­realität der Hamburger Schüler und Schülerinnen unterscheidet (ländliche, zu Teilen ärmere Region; Schwerpunkt Landwirtschaft, geringere bzw. andere Freizeit­angebote etc.), vorbereitet. Einen weiteren thematischen Schwerpunkt bilden das französische Schulsystem allgemein und im Besonderen die Vorstellung der Partner­schulen, an denen die Schülerinnen und Schüler am Unterricht teilnehmen sollen. Das Austausch­programm umfasst neben dem Schulbesuch mehrere Ausflüge (Pont-Aven, Pointe du Raz) und Besichtigungen (Océanopolis in Brest, Austern­fischerei am Belon, Quimper) und die Teilnahme an kulturellen und sportlichen Begegnungen. Die Jugendlichen fertigen während der Reise ein französisches Tagebuch an, das sie zuhause fertigstellen und illustrieren können.